Die Macht der Parlamente: Funktionen und Leistungsprofile by Martin Sebaldt

By Martin Sebaldt

Die Studie arbeitet erstens heraus, wie das Funktionsspektrum moderner Parlamente weltweit differiert. Gegenstand dieser komparativen examine sind die Volksvertretungen von 23 "alten" d.h. konsolidierten und zugleich traditionsreichen Demokratien. Zweitens wird analysiert, wie das jeweilige parlamentarische Funktionsprofil (Regierungsbildung, Gesetzgebung, Kontrolle, Repräsentation und Kommunikation) durch bestimmte Kontextvariablen (Regierungssystem, Parteienlandschaft, politische Vetospielergefüge and so forth) beeinflusst wird. Drittens wird untersucht, welche spezifischen parlamentarischen Leistungsbilanzen (Gewährleistung von Regierungsstabilität, effektiver Gesetzgebung, Haushaltsdisziplin, Bürgervertrauen) aus der jeweiligen Machtausstattung resultieren. Das lässt dann Schlüsse darüber zu, ob durch bestimmte Funktionsprofile und Kontextbedingungen optimale parlamentarische Leistungen erzielbar sind.

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Für Großbritannien kann die Glorious Revolution des Jahres 1688 als Zeitpunkt gewählt werden, da das Land zu diesem Zeitpunkt das letzte Mal Ziel einer externen Intervention wurde: Wilhelm von Oranien landete auf Einladung reformorientierter Kräfte im Süden des Landes, trug damit entscheidend zum Sturz des Stuart-Monarchen Jakob II. bei und übernahm den Thron nach Proklamation der Bill of Rights im folgenden Jahr (Maurer 2005: 220-228). Diese mehr oder minder traditionsreichen Staatswesen können auch bei der nun differenzierter und diachron angelegten Betrachtung alle als kontinuierlich demokratisch eingestuft werden.

Insgesamt ist also in einem pluralistisch gestalteten Macht- und Institutionengefüge ein ausgewogenes Verhältnis zwischen verfassungsrechtlich garantierter Autonomie der einzelnen Akteure einerseits und wohldosiert auf sie zugelassener Einwirkungsmöglichkeiten von Konkurrenzinstitutionen andererseits zu schaffen (Gebhardt 2001: 80-86). Ausgehend von diesem allgemeinen Grundsatz sind dann auch die Zuständigkeiten zwischen Parlament und Regierung klar aufzuteilen und die Beziehungsmuster zwischen beiden politischen Akteuren präzise so zu definieren, dass jeder von ihnen seine institutionelle Autonomie wahren kann, ohne in seinen Gestaltungsmöglichkeiten von dem jeweiligen Gegenüber effektiv beschränkt zu werden.

3 Was in der empirischen Forschung als „Demokratie“ zu gelten hat und welche Kriterien politische Ordnungen für die Zuerkennung dieses Gütesiegels zu erfüllen haben, ist also keineswegs selbstverständlich, sondern bedarf der konzeptionellen Vorklärung. Die vorliegende Studie muss deshalb den Gegenstand der Untersuchung nachvollziehbar und begründet abstecken. Zwei Fragen sind dabei zu klären: Zum einen ist auch an dieser Stelle zu definieren, welche Systeme als demokratisch zu qualifizieren sind; zum anderen ist zu spezifizieren, was darüber hinaus unter einer „alten“ Demokratie zu verstehen ist, wie also die damit implizierte lange demokratische Tradition und der konsolidierte systemische Status zu operationalisieren sind.

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